Muay Thai seine Geschichte und Entwicklung

Die Geschichte des Muay – Thai ist die Geschichte des thailändischen Volkes. Als die burmesische Armee die Königsstadt Ayuthaya vernichtete, verbrannten auch wertvolle Hinweise aus dem Staatsarchiv über die Entstehungsgeschichte des Muay – Thai. Das wenige, was wir heute wissen, wurde alten Schriftstücken aus Burma, Kambodscha und Chroniken des alten Lanna Königreiches in Chiang Mai entnommen. Worüber man sich allgemein einig ist, ist die Tatsache, daß Muay – Thai aus den alten Kriegskünsten der thailändischen Soldaten entstanden ist. Muay – Thai war schon immer Bestandteil des militärischen Trainings der thailändischen Soldaten, welche auch lernen mußten, sich ohne Waffen erfolgreich zu verteidigen. Heutzutage streiten sich die Fachleute, wo Muay – Thai, bzw. die alte thailändische Kampfkunst seine Wurzeln hat. Einige behaupten, daß mit einer Völkerwanderung die Thais aus China kamen, wodurch ihre Kampftechniken chinesisch beeinflusst wurden. Es gibt jedoch auch eine zweite Theorie: Man hat bei archäologischen Ausgrabungen Beweise gefunden, daß die Ureinwohner Thailands bereits Muay – Thai ähnliche Techniken hatten, lange bevor die Völkerwanderung einsetzte. Welche dieser Theorien richtig ist, kann nicht mit hundertprozentiger Sicherheit gesagt werden, da klare Beweise hierfür in der alten Hauptstadt der Thais im Krieg verbrannten. Viele Historiker befassten sich in der Vergangenheit mit der Geschichte des Muay – Thai und auch heute noch werden Forschungen von thailändischen Universitäten betrieben. 

Nachfolgend aufgelistet sind einige Daten, welche bereits durch Historiker bestätigt wurden.

Um 700 n. CH. Nanchao, erstes unabhängiges Königreich der Thais im Süden Chinas nahe des Unti Berges, in welchem sich verschiedene Clans der späteren Thai Nation zu einem Verbund zusammenschlossen. Ungefähr in dieser Zeit wurde das Buch Chupasart geschrieben, welches Kampftechniken mit Waffen enthielt.

ca. 1235 Nanchao wurde von den Mongolen zerstört, die Thais trennen sich in drei Gruppen und gehen getrennte Wege. Die Thai Yai ziehen nach Burma, die Thai Ar Home nach Laos und die Thai Noi in das heutige Thailand. Burma, Laos und Thailand gehörten damals zum Königreich Utong, welches von Kambodscha regiert wurde. Betrachtet man heutzutage die Kampfkünste in Burma (Myanamr Lhet Wyat) und Laos (Muay Lay Lao), so stellt man fest, daß diese sehr enge Verwandte des Muay – Thai sind. Dies bezieht sich sowohl auf die Techniken, wie auch die Wettkämpfe.


1238 – 1378 Gründung des Staates Sukhothai, in welchen das Muay – Thai seine erste Blüte fand. Man fand in Stein gemeißelte Aufzeichnungen über einen Krieg der Thais mit Kambodscha, sowie über die Kriegskünste der Thais. In dieser Sukhothai Periode gab es eine berühmte Ausbildungsstätte der Thais, in welcher der Waffenkampf und Selbstverteidigungstechniken trainiert wurden.

Diese Ausbildungsstätte hieß Sam Nak Sa Mer Korn und lag in der Lopburi Provinz. Der erste König in Sukhothai, Por Khun Sri In Tra Tid, schickte seinen 2. Sohn, Phraruong/Ramkhanghaeng in diese Ausbildungsstätte, um die Kriegskünste zu erlernen. Phraruong schrieb die Ausbildungsrichtlinien auf und übergab diese an seinen Vater, der dann auch anfing, die Kriegskünste zu studieren. Der zweite König der Sukhothai Ära, Por Khun Ram Kam Khang schrieb dann später das berühmte Tamrab – Pichei – Songkram Buch, welches sich mit den Kriegskünsten befaßte. Noch heute gibt es Kopien dieses Buches in der thailändischen Staats – Bibliothek.

ca. 1590 – 1604 Ayuthaya wird die neue Hauptstadt und 34 Könige herrschen in dieser Periode. Einer der bekanntesten Könige dieser Periode war Naresuon, welcher ein großer Meister im Waffenkampf war. Sein Nachfolger, König Narai (1604–1690) tat auch sehr viel für die Entwicklung der Kriegskünste. In seiner Zeit wurden auch die ersten Profikämpfe veranstaltet, welche bei der Bevölkerung großes Interesse hervorriefen. Früher umwickelten die Boxer ihre Fäuste mit Pferdehaaren. Später wurden diese " Bandagen " aus Baumwolle hergestellt – "Kard Cheurk"–, welche eine Länge von 3 – 5 Metern hatten. Gekämpft wurde auf einem freien Feld. Manchmal wurde der Kampfplatz mit einem langen Baumwollseil abgegrenzt. Damals trugen die Kämpfer auch während des Kampfes ihr Mongkon und Prajeat. Es gab keine Gewichtsklassen und die Kämpfe wurden entweder durch k.o. oder durch Aufgabe eines Kämpfers entschieden.

Auch König Pra Chao Sua, der Tigerkönig, war ein Herrscher (1697–1709), welcher sich um die thailändische Kampfkunst verdient gemacht hatte. Er gründete die Organisation Ta Nai Leug, in welcher der waffenlose Kampf weiterentwickelt wurde. Hier wurden auch die Leibwächter des Königs und Lehrer für den Waffenlosen Kampf ausgebildet. Andere asiatische Kampfkünste hatten niemals einen großen Einfluß auf die thailändische Kampfkunst, weil die Kampfkunst der Thais so perfektioniert war – was auch die Kämpfe der Thais mit Vertretern anderer, ausländischer Kampfkünste bewiesen ( Nai Kanom Tom Burma ) – daß die Thais keinen Sinn darin sahen, "importierte" Techniken ihrer Kampfkunst einzuverleiben. Darüber hinaus waren und sind die Thais ein sehr stolzes Volk, die man wirklich nur im Kampf überzeugen konnte.

König Pra Chao Sua nahm des öfteren unter falschen Namen mit vier seiner Leibwächter, welche auch ausgezeichnete Kämpfer waren, an Kämpfen im Rad Kruad Distrikt in der Wi Set Chai Chan Provinz teil. Eine Geschichte über Pra Chao Sua wird auch heute noch erzählt. Wieder einmal nahm der König in dieser Provinz an Kämpfen teil. Da man wußte, daß dieser Kämpfer sehr stark war, besorgte der Veranstalter ihm gleich mehrere Gegner, für den Fall, daß der erste Kämpfer unterliegen würde. Der König nahm diese Herausforderung an und besiegte nacheinander Nai Klang Mhad Tay, Nai Yai Mhad Laek und Nai Lek Mhad Nak durch k.o. Später trainierte Pra Chao Sua auch seine Kinder, Prinz Pet und Prinz Porn, welche die Kampfkunst ihres Vaters weiterentwickelten.

1767 Ayuthaya wird von den Burmesen völlig zerstört und die Staats – Bibliothek verbrannte vollständig. König Taksin, ebenfalls ein ausgezeichneter Kämpfer, verlegte die Hauptstadt nach Thonburi. Es gelang ihm nach vielen blutigen Kämpfen, die Burmesen wieder zu vertreiben.

1774 Der burmesische König Mangra läßt thailändische Kriegsgefangene gegen burmesische Boxer kämpfen. Der Thailänder Nai Kanom Tom, welcher sich unter den Gefangenen befand, besiegte 10 burmesische Boxer und erhielt für diese Siege seine Freiheit zurück. Jedes Jahr werden am 17. März in den thailändischen Stadien Kämpfe zu Ehren des Nai Kanom Tom abgehalten. ( Diese Geschichte konnte bisher nicht durch Fakten belegt werden, da es sehr schwer ist, an alte Aufzeichnungen aus Burma zu kommen.

1778 Zwei Franzosen besuchten das Königreich Siam. Sie behaupteten, in ganz Indo – China alle Kämpfer besiegen zu können. Der Kronprinz akzeptierte diese Herausforderung und wählte einen Soldaten der Königlichen Garde aus, welcher sich mit einem der Franzosen messen sollte. Obwohl der Franzose erheblich größer und schwerer als der thailändische Soldat war, konnte er den Thailänder nicht besiegen. Dies schien eine große Blamage für die Franzosen darzustellen und der andere Franzose griff in den Kampf ein, woraufhin sich dann auch noch ein anderes Mitglied der Palastwache am Kampf beteiligte. Das Resultat dieser Auseinandersetzung war, dass die beiden Franzosen zu ihrem Boot getragen werden mußten und sich nie mehr in Siam blicken ließen.

1780 – 1824 Taksin wird von seinem General Chao Phya Chakri – Rama – gestürzt, der seine Residenz nach Bangkok verlegte. Die Chakri Dynastie regiert noch heute in Thailand. Diese Ära bezeichnet auch einen der Höhepunkte des thailändischen Waffen – und waffenlosen Kampfes.

1809 – 1824 König Rama II erbaute im Bereich des Königspalastes das Wang Lang Stadion. Hier wurden dem Volk Waffenkämpfe und auch waffenlose Kämpfe geboten. Die Kämpfe bei welchen geschlagen und getreten wurde nannte man vorher Rammad Ram Muay. Nun gebrauchte man den Namen Muay – Thay. König Rama II wurde im Muay – Thai im Wat Ra Kang Ko Si Ta Ram Tempel in Thonburi von einem Mönch namens Som Det Pra Wan Na Rat ausgebildet. Er trainierte bei diesem Mönch bis zu seinem 16. Lebensjahr. Danach wurde er weiter in der Ta Nai Leug Organisation ausgebildet.

1824 – 1851 Rama III wurde ebenfalls in der Ta Nai Leug ausgebildet. In seiner Regentschaft fand auch ein Krieg mit Laos statt. Die Truppen aus Laos versuchten, die Stadt Korat einzunehmen. Die Frau des ehemaligen Stadthalters dieser Stadt, Ying Moe, sammelte Truppen um sich , welche nicht nur den Waffenkampf beherrschten, sondern auch Muay – Thai, da einige Befehlshaber dieser Truppen ebenfalls in der
1848 – 1868 Rama IV war ebenfalls ein begeisterter Muay – Thai und Krabbi – Krabong Kämpfer. Er gab den Thais eine neue Gesetzgebung, in welche auch die thailändischen Kampfkünste einbezogen wurden. Er wurde in der Ta Nai Leug trainiert. Im Wat Pra Si Rattana Sat Sadaram wurden in seiner Regierungszeit viele Kämpfe bei besonderen Festlichkeiten ausgetragen.

1868 – 1910 Die Regierungszeit König Rama V bezeichnet das goldene Zeitalter des Muay – Thai. Im Königspalast wurde die Sam Nak Muay Luong Abteilung gebildet, welche die Ta Nai Leug Organisation ablöste. Der Trainer des Königs war Luong Pol Yo Ta Nu Yok, welcher auch der Direktor der Sam Nak Muay Luong war. In der Sam Nak Muay Luong wurde das Muay – Thai sehr gefördert. Man verbesserte veralterte Techniken und legte Ausbildungsrichtlinien für das Muay – Thai Training, sowie die Graduierungsrichtlinien für Schüler und Lehrer fest, welche über die Sam Nak Muay Luong Abteilung in Bangkok geprüft wurden. Aus allen Provinzen wurden die besten Kämpfer nach Bangkok geschickt, um im Königspalast zu Kämpfen. Viele Kämpfer, welche als Sieger aus ihren Kämpfen hervorgingen, wurden in die Palastwache aufgenommen.

1910 – 1925 In die Regierungszeit Rama VI fiel der 1. Weltkrieg und thailändische Soldaten wurden nach Europa geschickt. Auf Wunsch europäischer Truppenführer organisierte General Pra Ya Teb Has Sa Din Muay – Thai Vorführungen, welche großes Interesse bei den Soldaten hervorrief.

1921 Auf dem Fußballfeld des Sanaam Suan Ku Lard fanden Kämpfe statt. Die Kampffläche betrug damals nahezu 700 m² und wurde von auf Stühlen sitzenden Zuschauern umringt. Bis 1921 gebrauchten die Thais als Tiefschutz eine Muschel, welche durch Stoff eingebunden war. Nun gebrauchten sie einen harten Baumwollstoff. Erstmals bei diesen Kämpfen wurde ein Kampfrichter eingesetzt, aber keine Punkterichter, da die Kämpfe nur durch k.o. oder durch Aufgabe eines Kämpfers entschieden werden konnten. Die ersten Muay – Thai Kämpfe in einem Boxring fanden in diesem Jahr auf dem Sanaam Suan Ku Lard (Rose Garden) Gelände statt, an welchen auch indische, chinesische und burmesische Kämpfer teilnahmen. Diese wurden alle von den Thai – Boxern besiegt. Man führte hier auch eine Zeitbegrenzung mit einer Uhr ein. Vorher nahm man als Zeitmaß eine Kokosnußschale, in welcher ein Loch war. Diese wurde in einen Wasserbehälter gelegt. Ging diese dann unter, war die Runde beendet. Die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern wurden für den Waffenkauf des Scout – Departements genützt.

1921 Der chinesische Wushu Meister Chin Chang aus der Kwantung Provinz, bekannt wegen seiner enormen Chi – Kräfte, tritt in Thailand gegen den Muay – Thai Boxer Yang Harn Ta Ley an. Der chinesische Kämpfer wurde regelrecht deklassiert und verbrachte mehrere Monate im Krankenhaus.
Rama VII / 1925 – 1934 Ein thailändischer General gab den Auftrag, daß Sanaam Muay Lak Mueng Ta Chang Stadion, nahe dem National Museum, zu bauen. Hier handelte es sich jedoch nicht um einen Steinbau. Erstmals nutzte man hier 3 Ringseile. Hier fanden Kämpfe bis 1929 statt. Am 9. November 1929 veranstaltete Chao Khun Ka Ta Ra Bo Di im Lumpini Park Wettkämpfe in einem Zelt. Der Boxring wurde erstmals nach europäischen Maßen gebaut und erstmals waren zwei Punkterichter anwesend, welche die Kämpfe bewerteten, so daß auch Punktesiege möglich waren.
Bei Wettkämpfen im Dezember 1929 im Lumpini Park wurden zum Ersten mal Tiefschützer aus Metall eingeführt.

1929 Ein philippinischer Boxer führte im Lumpini Park erstmals Boxhandschuhe ein, welche anschließend bei Muay – Thai Kämpfen getragen wurden. Vorher waren die Hände der Thai – Boxer nur mit Bandagen umwickelt. Bisher nahm man als Zeitmaß für einen " Durchgang " eine Kokosnußschale, welche ein Loch hatte. Diese wurde in einen Wasserbehälter gelegt. Ging die Kokosnußschale unter, war der Durchgang beendet. Nun wurden auch zeitlich limitierte Runden für die Muay – Thai Kämpfe eingeführt.
Rama VIII / 1934 – 1946 1935 baute ein reicher Kaufmann das Sa Nam Muay Suan Chao Ched Stadion, welches von der thailändischen Armee kontrolliert wurde. Es fanden dort Kämpfe bis 1940 statt, als die Japaner in Thailand einfielen. 1937 legte das Department of Pysikal Education die Kampfregeln für Muay – Thai Kämpfe fest. Von 1942 – 1944 fanden vereinzelt Kämpfe im Pat Tana Karn, Ta Pra Chan und Wong Win Yai Theater statt.

1941
Der ehemalige Premierminister Thailands, P.Pibulsongkram, gibt den Auftrag zum Bau des ersten Muay – Thai Stadions Thailands – das Rajadamnern Stadions auf der Rajadamnern Avenue in Bangkok. Durch den Krieg verzögern sich aber die Arbeiten, welche erst nach dem Krieg wieder aufgenommen werden können.
Dezember 1945 Das Rajadamnern Stadion wurde fertiggestellt. Der erste Manager dieses Stadions wurde Mr. Pramote PuengsoonThorn. Der 1. Promoter war Kruh Chit Ampon Siu. Erstmals wurden die Kämpfe auf 5 X 3 Minuten, mit 2 Minuten Pause festgelegt. Das Gewicht der Kämpfer wurde auf einer alten Pferdewaage aus Stein geprüft. Am 8. Dezember 1953 finden die ersten Kämpfe im neuerbauten Lumpini Stadion statt. Der 1. Manager des Stadions war Kruh Ket Sri Ya Pai.

1955 Von der Rajadamnern Stadion Co. Ltd. Werden die ersten Regeln für professionelle Muay – Thai Kämpfe herausgegeben.

1958 Japanische Karateka und ein philippinischer Boxer fordern Muay – Thai Kämpfer heraus. Alle werden mit Leichtigkeit besiegt.

 

23. Juli – In Phnom Penh treffen wieder Thais auf Kämpfer aus Kambodscha. Der Thai Rung Sak Sing E Sarn gewinnt in der 1. Runde durch k.o. gegen Sa La Kam Put. Der 2. Thai Sa Ne Ket Song Kram gewinnt ebenfals durch k.o. in der 2. Runde gegen Sor Sali Kam Put. Der 3. Thailändische Kämpfer Pong Sak Lert Kamon braucht auch nur eine Runde um seinen kambodschanischen Gegner Zor Salin Kam Put k.o. zu treten.



1962 Ein indonesischer Boxer wagt den Vergleich mit einem Thai – Boxer und wird ausgepunktet. Im April gab es einen Vergleichskampf zwischen Japan und Thailand. Von sechs Kämpfen konnten die Thais drei durch K.O. und zwei klar nach Punkten gewinnen. Ein Thailänder wurde disqualifiziert und der Japaner wurde zum Sieger erklärt.
Im Mai treffen erneut zwei japanische Kämpfer, mittlerweile trainiert im Muay – Thai, auf Muay – Thai Boxer. Ein Japaner geht K.O. Der andere Japaner schafft erstmals einen sensationellen Punktesieg über einen Thailänder.

1971 Dr. Sawaeng Siriplai, ein Lehrer der Sri Na Ka Wi Rot Pa La Suk Sa Universität, legt erstmals internationale Regeln für das Amateur Muay – Thai fest. Im gleichen Jahr finden die ersten Amateur Muay – Thai Kämpfe zwischen der Srinakarin Universität und den Colleges of Pysikal Education Chiang Mai, Maha Sarakham, Yala und Chon Bun statt.

1959 Chinesische Tai – Kek Kämpfer blieben ebenfalls bei dem Versuch erfolglos, im Rajadamnern Stadion die Thais zu besiegen.

1960 30. April– In Phnom Penh kämpft der Thai Som Porn Rattana Sit gegen den Kambodschaner Zoa Zar Lin. Der Thai gewinnt mit einem großen Punktevorsprung.

1972 Wieder treffen 6 Japaner in Thailand an. Von diesen 6 Japanern gehen 5 k.o. und einer wird ausgepunktet
Ende August dieses Jahres treten erneut 2 Japaner in Thailand an. 1 Japaner geht k.o. und der andere kann erneut einen Punktesieg erringen.

1973 Schicken die Thais zwei chinesische Kung Fu Kämpfer bereits in der 1. Runde auf die Bretter.

1974 Abermals steigen 5 Kung Fu Kämpfer aus Hong Kong in den Ring. Man kämpfte diesmal sogar ohne Boxhandschuhe. Keiner der Kämpfer aus Hong Kong kam jedoch in die zweite Runde.
In Manila wurde ein thailändischer Student von einem philippinischen Karateka herausgefordert. Diesen Kampf konnte der Thai in der 2. Runde gewinnen.
Länderkampf Thailand gegen Kambodscha. Auch in dieser Begegnung besiegten die Thais alle Kontrahenten.
Im Oktober dieses Jahres forderte ein hochgraduierter japanischer Karatemeister die Thais heraus. Ein 40-jähriger Muay – Thai Trainer punktete den Japaner spielerisch aus.

November 1975 Im Rajadamnern Stadion findet eine Begegnung zwischen thailändischen Boxern und chinesischen Chan Tung Kämpfern statt.Der Thai Rawee Decha Chai gewinnt durch technisches k.o. über den Chinesen Hi Ra To in der 2. Runde.Der Thai Den Tor Ra Nee Muang Surin gewinnt geggen Na Ka E durch technisches k.o. in der 1. Runde.Der Thai Sorn Nak Rob Keit Wayu Pak gewinnt nach Punkten über Za Wa No.Der Thai Charn Det Wee Rapon gewinnt nach Punkten über Ha Ki Wa.

März 1977 Im Los Angeles Auditorium kämpfen Benny Urquidez gegen Narongnoi Kiattibandit und Ernest Heart gegen Netr Saknarong. Den Thais war es nicht erlaubt, Chlinch – und Ellbogentechniken einzusetzen. Außerdem waren die Kämpfe auf eine Distanz von 9 Runden angesetzt, was für Muay – Thai eine unübliche Rundenzahl ist. Benny Urquidez wurde mit dem Schlußgong ausgeknockt und Ernest Heart ging bereits in der 5. Runde auf die Bretter.

August 1978 Fünf Kämpfer des Chakuriki Gyms aus Amsterdam wagten sich in die Höhle des Löwens und wurden alle durch k.o. besiegt. Poe Sai Sittiboonlert gewinnt in der 2. Runde durch k.o. gegen Ron Kuyt. Sa Kat Porn Tawee gewinnt in der 1. Runde durch k.o. gegen Robby Harinck. See Pray Keit Som Bob gewinnt in der 1. Runde durch k.o. gegen Imro van den Ten. Sa Tarn Far Pra Tip gewinnt in der 2. Runde durch k.o. gegen Faisal Karakus. Eka Chai Sit Mor Art gewinnt in der 1. Runde durch k.o. gegen Ramikisoen.

Juni 1978 Thailand gegen Japan im Rajadamnern Stadion. Si Pray Kiet Sombob gewinnt nach Punkten über Toshio Fujiwara aus Japan. David Amornrat gewinnt nach Punkten gegen Tabata aus Japan.

September 1978 Thailand gegen Japan im Lumpini Stadion. Pood Pard Noi Woravut verliert nach Punkten gegen Toshio Fujiwara. Kam Rei Yok Keit Sombob gewinnt nach Punkten gegen Keuji Ziko. Lam Sai Look Pra Ya Pichai gewinnt in der 3. Runde durch k.o. gegen Mizuhiro Yanakida.

November 1978 Thailand gegen Japan und Burma im Lumpini Stadion. David Amornrat gewinnt durch k.o. in der 2. Runde gegen Higari Kenzu. Santi Littichai gewinnt durch technisches k.o. in der 4. Runde über Sijiya Reaw.

Mai 1984 Gründung des Muay – Thai Bundes Deutschland e.V. in Stuttgart, welcher auch als einziger Verband in Deutschland von der European Muay – Thai Association und der World Muay – Thai Association anerkannt wird.

September 1984 Der Niederländer van der Vathorst gewinnt in Amsterdam gegen den Thai Nonglek aus dem Petchmuangtrad Camp. Sein Landsmann Tekin gewinnt ebenfalls nach Punkten gegen den Thai Lomtai. Bei einem Rückkampf einige Monate später im Rajadamnern Stadion in Bangkok verliert Vathorst gegen Nonglek.

1985 Erstmals Amateur Muay – Thai Wettkämpfe für Schüler aller Schulen in Thailand. Grandmaster Yuttana Wongbandue und Master Charn Paiboon entwickeln Schutzausrüstungen für das Amateur Muay – Thai, welches für alle Turniere zur Pflicht wurde.

Juli 1985 Van der Vathorst gewinnt in Amsterdam durch k.o. gegen Fanta Atapong.

1988 Der U.S. Champ Felipe Garcia wird in Amerika durch einen Thai k.o. geschlagen. Don Wilson verliert in Thailand gegen Samart Faitex klar nach Punkten.

1989 Länderkampf Thailand gegen Burma. Auch diesmal gingen alle Siege an die Thailänder.
Oktober 1989 Der Niederländer Ballentine gewinnt sensationell in Amsterdam gegen den "Deadly Kisser" Saengtiennoi.

1990 Gründung des Muay – Thai Bundes Österreich in Wien, welcher auch als einziger Verband in Österreich von der European Muay – Thai Association und der World Muay – Thai Association anerkannt wird.

1992 Die ersten deutschen und österreichischen Sportler ( vom K.S.F.–Gym Leoben Peter Flois und Bernd Pongratz ) trainieren an der Hua-Mark Universität in Bangkok um den ersten Teil ihrer Prüfungen zur Trainerlizenzen im Muay – Thai zu absolvieren.

1993 Das Department of Physical Education in Bangkok legt in Zusammenarbeit mit ausländischen Muay – Thai Lehrern die Regeln für internationale Amateur Muay – Thai Wettkämpfe fest.

23.01.1993 Der Chakuriki Kämpfer Gilbert Ballentine gewinnt in der Berliner Deutschlandhalle gegen die Nr.2 der Rajadamnern Rangliste Jacksit nach Punkten.

 

1994 Gründung der Internationalen Amateur Muay – Thai Federation, welcher als einziger Amateur Muay – Thai Verband weltweit anerkannt ist und auch vom thailändischen Staat subventioniert wird.Die IAMTF untersteht direkt dem thailändischen Kultusministerium, welches das Kulturgut Muay – Thai schützt.

1995 Erste Amateur Muay – Thai Weltmeisterschaft im National Stadion in Bangkok. Gründung des World Muay – Thai Council als einzige Profi Muay – Thai Organisation, welche von der Sports Authority of Thailand akzeptiert wird. Als einziger nationaler Muay – Thai Verband in Deutschland erkennt das World Muay – Thai Council den Muay – Thai Bund Deutschland an.

März 1996 Zweite Amateur Muay – Thai Weltmeisterschaft im National Stadion in Bangkok.

Februar 1997 Dritte Amateur Muay – Thai Weltmeisterschaft im National Stadion in Bangkok. Der Deutsche Jupp Yousef vom Bujin – Gym Rommerskirchen gewinnt die Goldmedaille im Cruisergewicht. Während der Weltmeisterschaft wird der Präsident des Muay – Thai Bundes Deutschland, Detlef Türnau, als erster Ausländer in den Rang des Muay – Thai Ajarns erhoben.

April 1998 Erste Amateur Muay – Thai Europameisterschaft in Calafell – Spanien. Mehr als 30 Nationen nahmen teil. Der Deutsche Andre Keubler vom Bujin – Gym Mönchengladbach gewann die Goldmedaille und Arseni Diete von den Budofreunden Köln gewann die Bronzemedaille.

Jänner 1999 11 Sportler vom K.S.F.–Gym Leoben nahmen an einem Trainingslager in Thailand teil.

Juni 1999 In Judenburg fand das erste internationale Nachwuchsturnier in Österreich statt. 28 Kämpfer aus vier Nationen nahmen daran teil.