Trainingszeiten fürs Boxen sind Montag um 19,00 Uhr, Mittwoch von 17.30 Uhr bis 19.00 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 18 Uhr bis 21Uhr.

Die Geschichte des Boxsports:

Der Boxsport ist eine der ältesten Sportarten in der Geschichte des Sports. Schon in der Antike wurden Faustkämpfe ausgetragen. Damals ging es noch um Leben oder Tod.

3000 v. Chr.
Ägypten: Nachweislich erste Faustkämpfe

900 v. Chr.
Verbreitung des Faustkampfes im ägäischen Raum. Auf griechischen Vasenmalereien und Fresken findet man Darstellungen von Kämpfern.

ca. 800 v. Chr.
Homer beschreibt in der Ilias den frühesten Faustkampf der Griechen.

688 v. Chr.
Boxen wird erstmals bei den 23. Olympischen Spielen des Altertums in Griechenland ausgetragen.

616 v. Chr.
Erste Boxkämpfe für Jugendliche bei den 41. Olympischen Spielen

bis 393 n. Chr.
Entartungen des Boxens bei den Gladiatorenkämpfen im alten Rom (Schlagriemen mit Metalldornen).

393 n. Chr.
Der römische Kaiser Theodosius erklärt die Spiele im heiligen Olympia für abgeschafft. Auch die Gladiatorenkämpfe werden verboten.

1512
Albrecht Dürer gibt ein Fechthandbuch heraus, in dem auch entsprechende Faustkampftechniken dargestellt werden.

1743
Jack Broughton stellt die ersten Kampfregeln auf. Sie gelten bis 1838. Jack B. gilt auch als der Erfinder des Boxhandschuhs (sog. "Mufflers" (Trainingshandschuhe)).

1833
Am 30. Mai 1833 gab es nach dem Kampf zwischen dem Iren Simon Byrne und dem Engländer James Burkle den ersten Todesfall der modernen Zeit. Byrne wird nach 3 Stunden und 15 Minuten in der 99. Runde schwer getroffen und bricht zusammen. Er erwacht nicht mehr aus dem Koma und stirbt einige Tage später.

1838
Die "London Prize Ring Rules" werden als Nachfolger der Broughton Rules eingeführt. Die Londoner Regeln schreiben erstmals die Ringgröße und die Begrenzung mit drei Seilen vor. Außerdem werden der Tiefschlag und das Kopfstoßen verboten. Ging ein Kämpfer zu Boden, blieb ihm eine halbe Minute Erholungszeit, um den Kampf wieder fortzusetzen. Die Runden wurden von Niederschlag zu Niederschlag gezählt. Geboxt wurde ohne Handschuhe ("Bare Knuckle" - mit bloßen Fäusten).

1860
Erster Kampf um die Weltmeisterschaft zwischen den englischen Champion Tom Sayers und den amerikanischen Meister John Camel Heenan in Farnborough/England. Der Kampf endete mit einem Unentschieden nach 2 Stunden und 20 Minuten und 42 Runden, nachdem die Zuschauer den Ring stürmten und den Abbruch des Kampfes erzwangen. Sayers wurde zum unangefochtenen Titelverteidiger erklärt.

1867
John Sholto Douglas, der neunte Marquess of Queensberry, und John Graham Chambers stellen die "Queensberry Rules" auf. Diese "Regeln des Boxens mit Handschuhen" sind bis heute die Basis des Boxsports. Festgelegt wurden unter anderem das Tragen von gepolsterten Boxhandschuhen, die Rundendauer (3 Minuten), die Einführung von Gewichtsklassen und das Auszählen bis zehn bei Niederschlägen.

1867
In England werden Amateur-Boxmeisterschaften zum ersten Mal in den Gewichtsklassen Leicht, Mittel und Schwer nach den "Queensberry Rules" ausgetragen.

1880
In England wird die Amateur-Boxing-Association (ABA) gegründet.

1884
Erste Weltmeisterschaft, die nach "Queensberry-Regeln" ausgetragen wird: WM im Mittelgewicht Jack Dempsey (Irland) besiegt George Fulljames (Kanada) in Great Kills/New York durch KO in der 22.Runde

1889
Letzte Schwergewichtsweltmeisterschaft, die nach den "London-Prize-Ring-Rules" (Bare Knuckle) ausgetragen wird: Champion John L. Sullivan (USA) besiegt Jake Kilrain (USA) in Richburg/Mississipi nach 75 Runden.

1891
Der "National Sporting Club" (NSC) wird in England gegründet und gilt bald als regulierender Verband des Boxsports in Großbritannien.

1898
Nach den Regeln der Amateur-Boxing-Association (ABA) wird für jede Runde gepunktet.

1904
Olympische Spiele in St. Louis: Boxen gehört zum olympischen Programm. Allerdings nahmen nur amerikanische Kämpfer teil.

1906
Die Amateur-Boxing-Association (ABA) schreibt für jeden Boxer die ärztliche Untersuchung vor jedem Meisterschaftskampf vor.

1912
Olympische Spiele in Stockholm: Boxen gehört nicht zum olympischen Programm, weil der Boxsport in den skandinavischen Ländern verboten ist.

seit 1920
Das Boxen gehört zum traditionellen Programm der olympischen Spiele.

1920
Die Fédération Internationale de Boxe Amateur (FIBA) wird in Paris gegründet.

ab 1924
Die Europameisterschaften im Amateurboxen werden ausgetragen.

1946
Aus der FIBA wird die Association Internationale de Boxe Amateur (AIBA).

1972
Olympische Spiele in München: die Trefferfläche der Boxhandschuhe ist zum ersten Mal weiß abgesetzt.

1984
Olympische Spiele in Los Angeles: erstmals ist der Kopfschutz vorgeschrieben.

1986
Der Mundschutz ist ab 1.10.1986 Pflicht.

1993
Der Kopfschutz ist ab Mai für alle Kämpfe der Amateurboxer vorgegeben.

1993
Der Weltverband schreibt 10 Unzen-Boxhandschuhe vor.

1995
Der Deutsche Amateur-Box-Verband (DABV) nimmt das Frauenboxen in seinen Wettkampfbestimmungen auf.